Tag 9: Camping im Nichts
Zum Frühstück hatten wir heute frisches Gebäck, welches wir am Vorabend beim Camping-Platz-Werter bestellt hatten. Nach frischem Brot mit Rudi's Honig und Nutella ging es weiter Richtung Süden.
Was wir nicht ganz erwartet hatten war der Gegensatz zum Tag davor: Endlose Ebenen, endlose Geradeaus-Straßen, und Geschwindigkeiten an der oberen Leistungsgrenze unseres Rallye-Flitzers. Laut GPS haben wir heute auch die bisherige Höchstgeschwindigkeit - 131,3 km/h - erreicht! Brave Brunhilde :-) Auch erreichten wir auf dieser Strecke endlich wieder das Meer, an dem die Straße für einige hundert Kilometer entlang führte. Es gab noch ein paar "Erste Male": Wir sahen die ersten Dünen, die erste Polizeikontrolel (unten mehr dazu), die ersten Kamele, und das erste echte Wüstencamp (auch unten mehr).
Auf dem Weg, der schier ewig gerade aus ging, fanden wir noch erfolgreich einige Geo-Caches, und kamen dann gegen 17 Uhr zur im Roadbook beschriebenen Abzweigung zum Camping-Platz. An diesem Tag kamen wir auch das erste Mal zu Polizei-Kontroll-Stationen, wo wir die mitgebrachten Team-Auskünfte abgeben mussten, da wir nun näher zur umstrittenen "Grenze" zu Westsahara kamen. Da wir dadurch sehr gut vorbereitet waren und so quasi alle Informationen wie Name, Passnummer, etc. schon auf einem Zettel hatten, ging das Bürokratische sehr flott.
Dieser war rund 8 Kilometer weg von der Straße auf einem Feldweg anzusteuern, und als wir schon geglaubt hatten falsch abgebogen zu sein saßen wir plötzlich einige Autos anderer Teams, die ebenso in diesem Camp eines Belgiers ihre Zelte aufgeschlagen hatten.
Am Ende des Tages waren fast alle Teams der Rallye in diesem extrem abgelegenen Camp angelagt, und verbrachten die Nacht in Zelten in der Wüste. Es gab auch wenige fix aufgestellte Zelte des Camping-Platz-Betreibers, doch die waren schnell ausgebucht.
Angeschlossen an den kleinen Camping-Platz gab es auch ein "Restaurant", wo uns Kamel-Tachin serviert wurde - und die ware echt super spitzen lecker! Mit vollem Bauch fielen wir heute etwas früher in's "Bett", und ließen uns vom ansrauschenden Sturm nicht aus dem Schlaf reißen :-)





























