Heutiges Tagesziel:
Erreichung der Ziellinie kurz vor Banjul! :-)
Da heute ein langer Tag geplant war, inklusive Spaß wie
Grenzübertritt und Fähre gemeinsam mit rund 35 anderen Teams, sind
wir pünktlich um 6 Uhr im Konvoi losgefahren. Bis zur Grenze zu
Gambia ging es über schöne Straßen und auf Offroad-Pisten durch
Busch-Dörfer, wo Brunhilde nochmal zeigen
konnte, welch ein tolles Rallye-Auto in ihr steckt!
Nach rund 300km erreichten wir die Grenze zu Gambia, wo die
Einreise verhältnismäßig sehr schnell ging! Gleich darauf kamen
wir zur Fähre, die uns über den Gambia-Fluss bringen sollte.
Doch da gerade Ebbe war konnte nur die kleinere der beiden Fähren
fahren, die gerademal 8 Autos fasste, und 45 Minuten bis zur
Rückkehr von der anderen Flussseite brauchte. Entsprechend haben
wir rund 5 Stunden gewartet, bis dann endlich alle Teams das
Südufer des Gambia-Rivers erreicht haben. Die Gambianesen, mit
ihrer freundlichen, entspannten und offenen Art und (zu unserem
Vorteil) Englischen Sprache verkürzten uns die Wartezeit mit
Plaudern und "tollen" Chicken-Sandwitches ;-) Team
"Gringos Land" hat dann auch noch seine Drohne in den
Makroven-Bäumen versenkt, und so hatten wir genug zu lachen und
plaudern, dass sich die 5 Stunden nur wie 4 anfühlten.
Als dann alle Teams über den Fluss waren ging es im Konvoi weiter
zum "Blue Kitchen", einem Restaurant der DBO, wo es
traditionell Spagetti Bolognese zum Rallye-Zieleinlauf gab.
Die DBO ist die "Dresden-Banjul-Organisation", die NGO
der Rallye Dresden-Dakar-Banjul in Gambia, die die verschiedenen
Projekte, die vom Rallye-Geld finanziert werden, verwaltet. Heinz
und sein Sohn Aron wohnen seit vielen Jahren in Gambia, betreiben
dort eine Spedition und eine Autowerkstatt, betreiben die DBO vor
Ort, und betreuuen nebenbei auch noch alle Projekte und
Ansprechpartner der DBO. Das "Blue Kitchen" ist ein
Restaurant, welches Nahe dem DBO-Headquater liegt, und von der DBO
betrieben wird. Im kleinen Lokal gibt es gutes Essen, günstige
Getränke, und oft auch Live-Musik. Die Einnahmen des Restaurants
werden wieder zurück in die Projekte der DBO investiert.
Gegen 23:30 Uhr erreichten wir dann das "Blue Kitchen" -
die Ziellinie der Rallye und die beiden
Teller Spagetti, die wir uns jeder gönnten, waren echt lecker :-)
Brunhilde hat auch die letzten Kilometer
sehr brav durchgehalten, und wir waren sehr happy, die Ziellinie
gesund, und im eigenen Auto zu erreichen :-)
Nach ausgelassenen Gesprächen unter den Teilnehmern, die alle froh
über den Zieleinlauf und satt von den Spagetti waren, hatten wir
noch eine letzte Hürde zu nehmen: Die Unterkunft für die Nacht.
Im Roadbook war empfohlen, sich eine Unterkunft in Gambia schon
vor der Reise zu buchen, um dann entspannt in's Hotelbett
fallen zu können, sobald man im Ziel ist. Haben die Dakarnators
selbstverständlich ignoriert, und so kamen wir dankenswerterweise
im DBO-Headquater unter, wo es 4 Gästezimmer und eine tolle
Freiluft-Dusche gibt. So fielen wir sehr spät (2:00 Uhr oder so)
totmüde und glücklich über die Zielerreichung in unser
Mückennetzgeschütztes Bett in Banjul :-)