Tag 7: Wasserfälle, Marrakech


Nachdem wir um 7:15 Uhr die Ersten waren, die ihre Rallye-Auto gestartet haben, gab es den ersten Foto-Cache zu absolvieren: Die höchsten Wasserfälle Marokko mussten per Bild eingefangen werden, um unsere Anwesenheit dort zu beweisen. Am Vorabend dachten wir noch, dass der Geo-Punkt einige Kilometer weg sei, doch heute morgen war er dann auf einmal nur ein paar hundert Meter weit weg. Wir packten unsere Drohne aus, und begaben uns zu den berüchtigten Wasserfällen, die dann auch gleich nach ein paar Metern Fußmarsch auftauchten.

Zurück beim Auto trafen wir Ronald und Robert vom Team "Schwarzwald Buewä", die die Nacht in einer Herberge direkt bei den Wasserfällen verbracht haben, und prompt wurden wir zum Frühstück eingeladen. Auf der Dachterasse gab es ein herrliches typisches Marokkanisches Frühstück mit Tee, Brot, Honig und Orangen-Marmelade, mit wohl dem besten Ausblick der ganzen Region :-)

Nach dem "gefunden" Foto-Cache und dem herrlichen Frühstück ging es Richtung Marakkech. Gegen Mittag waren wir bereits mitten in der Stadt, und saßen bei einem Tee vor der großen Moschee, wo der Muezzin pünktlich um Mittag zum Gebet rief. Gemeinsam mit den "Ostseeheringen" machten wir uns auf die Suche nach dem dort versteckten Cache, der nur durch das Lösen einer Reihe von Rätseln gefunden werden konnte. Über eineinhalb Stunden (!) suchten wir ein spezielles Tor der Moschee Ben Youseef, die mitten in den engen Gassen des großen Marktes versteckt lag. Als wir die Hoffnung schon fast aufgegeben hatten standen wir dann doch plötzlich dort, wo uns die Koordinaten hinschickten. Zurück beim Auto, welches wir direkt bei der Moschee geparkt hatten, starteten wir bei gefühlten 35 Grad Richtung Camping-Platz, der ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt lag. Wir trafen dort viele andere Teams, waschten unsere Wäsche, genossen eine kalte Dusche und fuhren pünktlich um 17 Uhr mit einem großen Taxi-Bus gemeinsam mit 12 anderen Teilnehmern vom Campingplatz Richtung Zentrum von Marrakech. Dort angekommen sollten wir uns um 19 Uhr beim Stand 22 am großen Markt mit den Organisatoren und anderen Teams treffen, doch wir konnten besagten Stand 22 nicht finden! Auf der Suche zwischen den sehr lästigen Stand-Schreiern, die mit allen möglichen Tricks versuchten, uns zu ihrem Stand zu locken, trafen wir noch viele andere Teams, doch keiner hat besagten Stand 22 gefunden! Klugerweise waren die Marktstände auch nicht nach Nummer geordnet, sondern komplett durcheinander in Mitten der riesen Menschenmenge, die den abendlichen Musiker, Künstler und Straßengauklern z usahen. Als uns dann der Geduldsfaden aufgrund von Hunger riss machten wir es uns beim Stand 89 bequem, und bestellten quasi alles, was die Herren zu bieten hatten. Wüstel, Fleischspieße, Couscous, Pommes, Fisch, Kalamari, Klöße und gebratenes Gemüse wurde aufgetischt, und wir aßen wie die Götter in Rom.

Nach geschlagenem Festmahl kam dann die Rechnung: 1200 Dirham für 4 Personen, dh. 120 Euro! Nachdem das erste Staunen über den hohen Preis vorbei waren zitierten wir den Kellner nochmals her, um uns die Rechnung erklären zu lassen. Bei der zweiten Rechnung kamen dann plötzlich nur mehr 900 Dirham raus! Und als wir ihm schlussendlich nur 800 gegeben haben, hat er sich trotzdem gefreut wie wenn es Weihnachten wär! :-D

Der Markt war uns schnell zu hektisch, und so ließen wir den Abend bei einem Spaziergang durch den Park neben der großen Moschee ausklingen.