Tag 4: Valencia nach Algeciras
Nach einer sehr erholsamen Nacht in Valencia hat uns gleich um 8 Uhr früh der Frühverkehr in der Millionenstadt Valencia total überrascht - alle wollen irgendwohin, und anscheinend alle in die selbe Richtung wie wir ;-) Nach einer dreiviertel Stunde Kampf gegen die spanischen Drängeleien um Spur und Platz kamen wir endlich auf die Autobahn, um dann gemütliche 9 Stunden lang das Ziel - ein Campingplatz rund 15 Minuten vor dem Fährenhafen in Algeciras - zu erreichen. Bevor wir aber in den Morgenstress gestartet sind haben wir unsere Drohne nocheinmal über Valencia fliegen lassen, um den Sonnenaufgang für euch einzufangen :-)
Die Route war leider nicht sehr ereignisreich, ausser der absolut schönen Landschaft Andalusiens. Leider haben wir aus dem Auto keine guten Fotos machen können, da immer eine Leitplanke dazwischen war, aber wir haben uns dafür alles gut gemerkt ;-)
Nach ein paar hundert Kilometer hat uns dann unser alter Freund, die Motorölüberwachungslampe/-piepserl wieder an seine Anwesenheit erinnert: Anscheinend schafft nach ein paar Stunden Fahrt die Ölpumpe nicht mehr genug Druck, um den Sensor zufrieden zu stellen. Nach Rücksprache mit dem Dakarnators Headquater zuhause im Mühlviertel stand die Strategie schnell fest: Einfach einen Gang runterschalten, und die gesteigerte Drehzahl bringt die Pumpe wieder genügend zum laufen! Also fuhren wir den zweiten Abschnitt der Etappe gefühlt ständig mit Vollgas, und das Problem hat sich somit erledigt! Auch eine spätere Inspektion am Campingplatz vor Algaciras hat das Konfidenzniveau in die motorischen Fähigkeiten unseres Flitzers nicht getrübt.
Ein weiteres Problemchen könnte das Getriebe werden: Speziell im 1. und 2. Gang macht das Getriebe ein komisches Geräusch, doch auch da können wir vorerst nicht's machen und fahren einfach so weiter, als ob das alles geplant und Absicht wäre :-) Spätestens der Hohe Atlas in Marocco wird zeigen, ob die (verdrängten) Sorten gerechtfertigt waren (währen) oder ob Brunhilde die Höhen der Marokkansichen Berge gut meistert.
Am Weg zum Etappenziel haben wir dann erstmals auch andere Teams gesehen: Team XY, die zwei Tage vor Abfahrt bei ihrem speziell umgebauten Hochdach-VW-T4 einen Motorschaden hatten, machen Bremse und Kupplung des Ersatzwagens - ein Golf IV - leider jetzt schon Problemchen. Mit gemütlichen 80 km/h haben aber auch sie es dann zum Campingplatz geschafft.
Angekommen am Campingplatz, der auch im offiziellen Roadbook erwähnt wurde, trafen wir weitere Teams, und verbrachten einen ersten lauschigen Abend in Gesellschaft und die Nacht im Zelt. Morgen geht's dann endlich zur Fähre, davor noch zum Großeinkauf (Wasser, Bier und Lebensmittel), und dann zum offiziellen Treffpunkt auf einem Parkplatz im Hafen von Algaciras um 12:00 Uhr, wo sich alle Teams zur Überfahrt nach Marocco versammeln.