Tag 2: Schweiz, Italien, Monaco


Heute stand wieder eine lange Etappe an: Durch die Schweiz nach Süden Richtung Italien, dann vorbei an Mailand und Genua entlang der Küste Richtung Monaco, und dann noch etwas weiter.

Das Frühstück in Zürich war Zürich-typisch lecker. In der Bäckerei, direkt bei Can um's Eck, fanden wir aber eine Kellnerin vor, wie man sie auch in Wien treffen würde: Grantig, aber dann doch einlenkend ;-) Ein Dank an dieser Stelle an Can für die tolle Übernachtungsmöglichkeit!

Als wir Brunhilde dann gegen 8 Uhr in Betrieb genommen haben, hat Michael noch schnell Routine-mässig den Öl-Stand geprüft, und dabei feststellen müssen, dass wir bereits einen halben Liter Motoröl verloren haben! Dieses Thema sollte uns die nächsten paar Hundert Kilometer leider nochmal begegnen...

Erstes Highlight sollte der Gotthard-Pass werden, doch leider war er gesperrt. In echter Rallye-Manier haben wir es aber entgegen des roten Warn-Schildes trotzdem probiert, dann aber nach rund 5km Serventinen aufgeben müssen, weil Schnee vong der Rutschigkeit her.

Was den Pass-Spaß auch etwas getrübt hat ist die Motoröl-Kontrollleuchtlampe unseres Golf III-Flitzers, die sich auf der steilen Berg-Strasse erstmals zu Wort (sprich: Lauter Pieps-Ton mit rotem Licht) gemeldet hat. Alamiert von der Entdeckung des Öl-Verlustes am Morgen sind wir gleich stehen geblieben, und mussten feststellen, dass jetzt auf einmal zuviel Öl im Motor war. Mit handwerklichem Geschick haben wir wieder ein bisschen Motoröl abgelassen, und hoffen, damit das Problem gelöst zu haben. Die Motorölkontrolllichtanzeige war dann aber sogar bei der Rückfahrt zum Tunneleingang bergab etwas beleidigt, doch spätestens im Tunnel hatte sie sich dann wieder beruhigt.

Apropos Tunnel: Im 17km langen Gotthard-Tunnel hatte es in der Mitte fast 34 Grad! Hier könnte unser Sponsor EWH gleich mal eine Erdwärme-Heizung einbauen, das würde sich dort sicher lohnen!

Die italienischen Autobahnen waren erfahrungsgemäß etwas langweilig, und die Autofahrer nicht ganz bei der Sache, doch spätestens als wir dann zur Küste kurz nach Genua kamen, wurde die Landschaft wieder etwas spannender. Wir waren also endlich am Meer! Leider haben wir es aber nicht geschafft, vernünftige Fotos der Küste zu machen, aber dafür dann hoffentlich morgen :-)

Ein weiteres Highlight dieser Tagesetappe sollte Monaco werden. Erklärtes Ziel: Ein Foto mit Brunhilde vor dem berühmten Casino von Monte-Carlo!

Leider war gerade ein Jahrmarkt in der schönen Hafensteuersparstadt, wodurch sehr viel Verkehr war, und unser Golf III in den engen Gassen ganz schön zum Schwitzen kam. Als sich dann die Schmier-und-Kühlmittel-Lampe abermals zu Wort meldete, gaben wir uns mit den bis dahin gemachten Fotos vor (hoffentlich) berühmten Gebäuden und Orten in Monaco zufrieden, und suchten wieder die Autobahn mit ihrer Motor-kühlenden Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 km/h.

Unser Etappenziel war Marseilles. Während den einschläfernden Autobahnkilometern in Italien auf dieser 11-stündigen Tagesroute haben wir dann noch was besonderes organisiert: Eine Übernachtungsmöglichkeit! Die wollen wir euch unbedingt zeigen, aber dazu dann morgen mehr :-)