Tag 12: Einreise Mauretanien


Der heutige Tag hat nach 15km gleich sehr gut begonnen: Reifenplatzer :-)

Fahrer Michael ist sofort ausgehüpft, um das Problem fachmännisch zu beheben. Sogar die Organisatoren blieben kurz stehen und überzeugten sich von der professionellen Reifenwechslung der Dakarnators. 100 Kilometer später war Treffpunkt an einer Tankstelle, wo alle Teams sich zur Einreise nach Mauretanien versammelt haben. Interessanter Weise hat Brunhilde sehr viel Benzin auf dieser Strecke gebraucht, und auch die anderen Teams haben von hohem Verbrauch berichtet.

Als wir dann endlich an der Grenze waren ging das bürokratische Prozedere los: Die Ausreise aus Marokko hat rund 40 Minuten gedauert, war also relativ problemlos. Im Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien war die rund 5km lange "Straße" so schlecht, als wie wenn jemand sich bemühen würde, eine schlechte Straße zu bauen. Vor und nach der Grenze war die Straße sehr schön, aber dieser Abschnitt hat fast erste Opfer gefordert.

Die richtige Warterei ging dann aber erst bei der Einreise nach Mauretanien los: Jeder musste ein 55€-teures Visum erstellen lassen, sich dafür fotografieren lassen, und Fingerabdrücke abgeben. Bei rund 5 Minuten pro Person und einer Mannschaftsstärke von 80 Leuten kann man sich die Wartezeit ungefähr ausrechnen. Die ersten waren dann aber auch nicht gleich durch und weiter, sondern alle warteten brav 2km nach der Grenze auf die Ankunft aller anderen.

Als dann wirklich alle durch waren - die Autos wurden nichtmal kontrolliert - war es schon dunkel, und wir campten weitere 5km von der Grenze weg. Auf den ersten 15 Metern abseits der asphaltierten Straße blieben gleich die ersten 3 Autos stecken! Ein Vorgeschmack auf den nächsten Tag ;-) Das Steckenbleiben führten dann auch zu einem allgemeinen großen Chaos, da die Autos im Dunkeln feststeckten, und dann entschieden wurde, gleich an dieser Stelle zu campen, wo eigentlich kein Camping-taugliches Areal war. Jeder blieb also irgendwo stehen und baute sein Zelt auf, und ging auch gleich (aufgrund der Grenz-Warte-Müdigkeit) schlafen.