Tag 1: Startschuss, Zürich


Nach einer guten Nacht in der Brand-Baude erwartete uns heute erneut ein sehr großzügiges Buffet, und vor der Abfahrt per Bus zum Marktplatz von Hohnstein, wo unserer Rallye-Autos auf uns warteten, konnten wir uns den Bauch abermals vollschlagen.

Um 9 Uhr war dann er Startschuss (im wahrsten Sinne des Wortes), wo interessierte Zuseher die Autos begutachten konnten und uns mit einem Lächeln bei gleichzeitigem Kopfschütteln eine gute Reise wünschten :-)

Der erste Halt auf der Reise war auch schon im Vorhinein klar: Als Teil der Rallye gibt es einige Geocaches, die die Organisatoren auf der Strecke vertielt versteckt haben und uns mit Hinweisen, Rätseln und genauen Geo-Daten das Auffinden möglich machen. Der erste Cache war direkt einen Kilometer nach dem Start versteckt, und den wollten wir selbstverständlich gleich finden!

Gesagt, getan: Nach einem kleinen Umweg fanden wir den Parkplatz, von dem aus wir rund 600 Meter durch den Wald zu einem Aussichtspunkt des ehemaligen Deutschlandrings, einer Rennstrecke rund um Hohnstein, gelangen sollten. Auf diesem Weg gibt es die sogenannte "Teufelsbrücke", wo eine Jahreszahl eingemeißelt wurde, die wir zur Ermittlung der Position des Caches verwenden mussten. Die Jahreszahl (1821) haben wir dann auch erfolgreich gefunden, und die Koordinaten des Caches ausgerechnet. Am Weg zu dieser Position - wieder ein paar Hundert Meter durch den Wald - ist uns auch schon ein (diesmal "gegnerisches") Team entgegengekommen: Martin und Sebastian alias "Die Ostseeheringe" haben auch den Weg in den Wald gefunden. Zuerst dachten wir noch, dass wir ihnen eine viertel Stunde voraus sind, da sie noch die Teufelsbrücke finden müssen, doch als wir dann an der Postion des Caches mitten im Wald angekommen waren, konnten wir das Ding einfach nicht finden. Nach einer halben Stunde suchen kamen dann die Ostseeheringe auch zu dieser Position, und gemeinsam suchten wir die vermeintliche Metallbox mit dem Cache. Auch mit vereinten Kräften konnten wir das Ding nicht finden, auch wenn wir uns 100%ig sicher waren, dass unsere Koordinaten richtig sind. Nach insgesamt eineinhalb Stunden Suche gaben wir dann auf, und machten uns gesenktem Hauptes auf den Weg nach Zürich.

Das Suchen des Geo-Caches hat auch noch ein Opfer gezollt: Michael's Jeans-Hose (eine von genau zwei Hosen, die er eingepackt hat) hat den wilden Wald in der Sächsischen Schweiz leider nicht erlebt. Gottseidank hat Michael das aber schon geahnt, und Zuhause noch ein kleines Paket mit Reisenähzeug eingepackt! Die darauf folgenden 10 Stunden Autobahn bis nach Zürich haben wir also mit Nähen verbracht :-) Da werden unsere Omis sicher stolz sein!

Einen quasi mandatorischen Zwischenstopp haben wir bei Dominik's Alma Mater, der Universität St.Gallen (HSG), eingelegt, um ein paar Touri-Fotos mitzunehmen. Leider hat sich das Wetter typisch für St.Gallen präsentiert, und der Regen hat den Fotospass etwas nass gemacht.

Mit eineinhalb Stunden Verspätung (Wetter, Autobahn, Brunhilde, Hunger, Tanken, Wetter) kamen wir dann in Zürich an, wo Can uns einen herzlichen Empfang bereitet hat. Mit feinstem vietnamesischen Essen, ein bisschen Physik-Talk und Indoor-Drohnen-Tests verbrachten wir gemeinsam den Abend und schliefen pünktlich um 23 Uhr in unseren Schlafsäcken in Cans Mitbewohnerins Zimmer, die vom hohen Besuch und der Nutzung ihres Zimmers eigentlich gar nichts wusste (sie war ja auch nicht da :-P), ein.

PS: Uns haben schon einige Nachrichten via unserem GPS-Gerät erreicht - einen herzlichen Dank dafür, diese Nachrichten machen uns immer sehr viel Spass! Wer noch weitere senden möchte kann dies auf dieser Seite tun, und dort auch das Live-Tracking verfolgen: share.garmin.com/Dakarnators