Tag 0: Start, Tschechien, Dresden


Wie fängt eine Reise von 8.000 km nach Afrika an? Genau: Mit einer Laptop-Panne um 22 Uhr am Tag vor Abfahrt :-P

Medienbeauftragter Dominik versuchte noch vergebens, alles nötige an Software für das Erstellen der Logbucheinträge auf das 1-Kiste-Bier teure Netbook zu installieren, doch vergebens: Das kleine Ding hat leider verweigert Programme zu installieren, die Festplatte zu erkennen, und allgemein irgend ein Zeichen der Reaktion auf die Eingaben des Benutzers zu geben. Um 22 Uhr stand dann fest: Dieses Ding fährt zwar mit nach Banjul, aber nur als Jausenbrett.

Gottseidank kam DJ Hannah Banana zur Hilfe, und bot an (ohne Bestechung durch Fahrer Dominik!), ihr treues MacBook Air als Ersatz auf die Reise mitzuschicken. Ohne zu zögern nahmen wir das Angebot prompt an, und um 24 Uhr war dann der Laptop endlich bereit, die Reise mit uns anzutreten.

Freitag 6:30 Uhr war Treffpunkt in Fritz's Rallye-Garage, um Brunhilde endlich auf die große Reise mitzunehmen. Standesgemäß kam Dominik gleich mal 20 Minuten zu spät - der iPhone-Wecker wird von seinem Gehirn schon automatisch ausgeblendet, und nur das schön langsam dämmernde Tageslicht war dann lästig genug, ihn und Musik-Consultant Hannah zu wecken.

Hannah und Michael am Morgen des Start-Tages

Nach Abschiedsgrüßen und -küssen ging's dann gleich auf die Lagerhaus-Waage, um das Gesamtgewicht Fahrzeug+Fahrer+Beifahrer bestimmen zu lassen (nicht nur, aber hauptsächlich wegen dem Schätzspiel). Ergebnis:

1.490 kg

Wie es sich für ein gut vorbereitetes Team gehört war auch der Tank komplett leer, und Brunhilde wurde ein letztes Mal mit gutem, österreichischen Qualitätsbenzin befüllt. Bei der S10-Auffahrt kam die Erkenntnis, dass unser Rallye-Flitzer kein Autobahn-Pickerl hat, daher ging's vorerst auf die Bundesstraße nach Freistadt und dann weiter nach Tschechien.

Rund 500m nach der Grenze begrüßte uns dann ein ungewöhnlicher Anblick: Eine Werbetafel, komplett beklebt mit der Tschechischen Flagge, ohne Text und ohne Quelle/Autor. Wir wunderten uns nur kurz darüber, bis dann nach weitere 500m wieder so eine Tafel auftauchte. Nach der 5ten Werbetafel mit Tschechischer Flagge begannen wir dann zu zählen. Bis zur Deutschen Grenze, die eine Stunde vor Dresden auftauchte, zählten wir insgesamt 74 (!!) solche Tschechischen Flaggen auf Werbetafeln! Falls jemand einen Hinweis hat, warum das so ist oder wer der Autor ist, bitte um Hinweise!

In Dresden angekommen fanden wir dann schon den ersten Wagen beim Postplatz vor, wo der offizielle Treffpunkt war. Nach ein paar Minuten trudelten dann schon weitere Teams ein, bis am Ende rund 18 Teams den Weg zur Startlinie fanden.

Wir unterhielten uns mit den anderen Rallye-Fahrern sehr nett, tauschten erste Vorbereitungsberichte aus, und begutachteten die Rallye-Autos. Brunhilde schneidet hier sicher nicht schlecht ab, auch wenn wir schon Deals mit dem Team eines Mercedes G-Klasse und dem Team eines VW T5 gemacht haben, dass sie bitte stets hinter uns fahren ;-)

Um 15 Uhr ging's dann im Konvoi weiter zum Marktplatz von Hohenstein, wo die Autos die Nacht verbringen sollten. Bei Regen zeigte sich der Tourismus-Ort leider von einer etwas nassen Seite, aber ein Cappucino im lokalen Kaffee+Supermarkt+Souvenirladen machte das kalte Wetter schnell wett. Ein Bus brachte uns dann zur Brand Baude (bekannt durch die frühere Rennstrecke), wo wir mit einem wahnsinns Buffett und einer gratis Übernachtungsmöglichkeit begrüßt wurden. Bei Freibier wurde der Abend auch entsprechend länger, und wir unterhileten uns sehr gut mit den künftigen Reisegenossen.

Die nullte Etappe war also sehr gelungen, Brunhilde war brav, und der Tschechische Big Mac, den wir kurz vor Prag genossen, sehr nahrhaft :-) Die Organisatoren sind sehr freundlich, auch wenn das hier und da aufblizende Schmunzeln auf kommendes ahnen lässt! Und mit den anderen Teams haben wir uns schon angefreundet, nicht nur wegen dem eventuell später nötigen Abschleppdienst ;-)